Amnionmembran zur Wundheilung

Die Amnionmembran ist die innere, dem Fötus zugewandte Eihaut der mütterlichen Plazenta. Eine Amnionspende ist eine Lebend-Gewebespende. Voraussetzung sind die Einwilligung der Mutter und eine Kaiserschnittgeburt. Aufgrund ihrer hervorragenden, wundheilungsfördernden Eigenschaften kann die Amnionmembran in verschiedenen Gebieten in der Medizin eingesetzt werden. Patienten profitieren von einer schonenden und schnellen Heilungsmethode. Die Amnionmembran wird z. B. in der Augenheilkunde zur Versorgung des Auges bei Verletzungen oder in der Mund-Kiefer-Chirurgie eingesetzt, wo sie auf größere Wunden gelegt werden kann. Zurzeit wird die Amnionmembran in der Kornea- und Gewebebank Schwerin, einer gemeinsamen Gewebebank der Helios Kliniken Schwerin und der DGFG, prozessiert.

Anwendungsgebiete

  • ophthalmologische und orbitale Eingriffe
  • temporärer Hautersatz bei thermischen Verletzungen und Wundheilungsstörungen
  • gynäkologische Chirurgie: Uterus und Vagina
  • Mund-Kiefer-Chirurgie: orale und kieferchirurgische Eingriffe

Hier wird eine Amnionmembran von einer Plazentaspende abpräpariert