LaMEK preloaded – gebrauchsfertiges Hornhauttransplantat für DMEK

LaMEK preloaded – gebrauchsfertiges Hornhauttransplantat für DMEK, PEI.G.12063.01.1 ist bereits die zweite, speziell für DMEK vorbereitete und vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) genehmigte Gewebezubereitung, die die DGFG als einzige Einrichtung in Deutschland in Verkehr bringen darf. Sie basiert auf der ebenfalls beim PEI genehmigten LaMEK, welche die DGFG seit 2015 in Deutschland vermittelt.

Für optimale Vitalität des zu transplantierenden Spendergewebes entwickelte Prof. Dr. Peter Szurman (Augenklinik Sulzbach) zusammen mit der DGFG und Geuder AG das Transport- und Injektionssystem (DMEK RAPID) für die vorpräparierte Hornhautlamelle, die zukünftig als LaMEK preloaded bei der DGFG bestellt werden kann.

Mit der LaMEK preloaded kann die Descemetlamelle samt ihrer für klare Sicht sorgenden Endothelzellen den Patienten in der vorgeladenen Implantationskartusche direkt und so schonend wie möglich implantiert werden, ohne zusätzliche, zu Zellverlust führende Manipulation. Die DMEK kann so noch einfacher, schneller und vor allem sicherer durchgeführt werden.

Vorbestellung

Das DMEK RAPID System (Geuder AG) ist ein Einweg-System für den Versand und die Injektion der Spenderlamelle. Eine LaMEK preloaded ist für die einmalige Implantation bei einem Patienten vorgesehen. Die Indikationen sind genau wie bei der LaMEK Hornhauterkrankungen wie z.B. die Fuchs-Endothel-Dystrophie oder bullöse Keratopathie.

Ärzte erhalten Lamellen in der Transportkartusche qualitätsgeprüft und fertig für den Einsatz beim Patienten. Die DGFG steht für standardisierte Herstellungsprozesse und höchste Sicherheit. Alle Gewebebanken im Netzwerk verfügen über zertifizierte und behördlich überwachte Reinräume. Eine Präparation erfolgt stets unter aseptischen Bedingungen. Diese Sicherheit spiegelt sich in der hohen Erfolgsquote von über 95 Prozent an gelungenen OPs wider.

DMEK noch einfacher

Mit der LaMEK preloaded sind endotheliale Augenhornhauterkrankungen zukünftig noch einfacher behandelbar – auch ambulant. Die Transportkartusche (n. Szurman), das sogenannte DMEK RAPID System, ermöglicht eine berührungslose Injektion der LaMEK ohne weitere Manipulation am Spendergewebe. LaMEK preloaded bietet Operateuren einen großen Qualitätsvorteil.

  • einfache und sichere Durchführbarkeit der DMEK

  • geringere Vorbereitungszeit im OP

  • kein Verschnittrisiko im OP

  • Standardisierte Herstellung unter aseptischen Bedingungen durch geschultes Personal

  • Mikrobiologische Kontrolle nach Herstellung

  • Termingerechte und verbrauchsfertige Anlieferung

Kosten und Transport

Für die Bereitstellung der LaMEK preloaded berechnet die DGFG eine einheitliche gewebeabhängige Aufwandserstattung, mit der alle Kosten für Spende, Prozessierung, Transport und Material abgegolten sind. Die Anlieferung erfolgt per Übernacht-Kurier.

Was Sie noch wissen müssen:

  • OP-Tage i.d.R. Dienstag bis Freitag
  • Durchmesser 7-9 mm (Standard 8,5 mm)
  • Mindestzellzahl bei Versand: 2.000/mm²
  • Anlieferung erfolgt nach vereinbartem OP-Termin
  • sicherer Versand der Transportkartusche in der Zellkulturflasche

Pre-cut Lamellen verbessern Transplantatqualität

Die DMEK ist eine hochspezialisierte, minimalinvasive OP-Methode mit sehr guten Ergebnissen in der Therapie endothelialer Hornhauterkrankungen. Durch die erforderliche Präparation der Lamelle wird dieses empfindliche Gewebe jedoch auch gestresst. Erfolgt die Präparation direkt im OP unmittelbar vor der Transplantation, verlängert sich der Zeitraum der belastenden Eingriffe. Zellen sterben ab. Je länger das Transplantat jedoch nach der Präparation zur Ruhe kommen kann, umso mehr Zellen überleben und können am Ende für klare Sicht sorgen.

Studien eines interdisziplinären Forschungsteams im Netzwerk der DGFG zeigen, dass sich die Vorpräparation von Augenhornhautlamellen in der Gewebebank nicht negativ auf die Transplantatqualität auswirkt. Im Gegenteil: Pre-cut Lamellen tragen zur Transplantatverbesserung bei. Die auf der Descemetlamelle befindlichen Endothelzellen können sich nach einer Ruhephase zwischen Präparation und Transplantation erholen.