Gewebespende, Gewebeprozessierung und Transplantation im Netzwerk

Unser Netzwerk für Gewebemedizin steht für die Förderung der Gewebespende und Gewebetransplantation in Deutschland. 2007 von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), dem Universitätsklinikum Leipzig und dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden gegründet, hat die DGFG seitdem das größte Netzwerk für Gewebemedizin in Deutschland aufgebaut. Weitere Gesellschafter wurden 2015 die Universitätsmedizin Rostock und 2017 das kirchliche Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg.

Unser Netzwerk schafft Voraussetzungen für eine erfolgreiche Gewebespende und Gewebetransplantation in Deutschland. Mitarbeiter aus Spendekliniken und Gewebebanken sowie Transplantationsmediziner arbeiten eng zusammen. Die DGFG unterhält mit der Herzklappenbank Kiel und der Gewebebank Hannover zwei eigene Gewebebanken. Letztere gehört mit ihrer GMP-Anlage zu den modernsten Einrichtungen dieser Art in Deutschland. Gemeinsam mit den Helios Kliniken Schwerin betreiben wir die Kornea- und Gewebebank Schwerin. Darüber hinaus arbeiten wir mit weiteren Gewebebanken auf vertraglicher Basis zusammen.

  • über 90 Spendekrankenhäuser
  • 12 Gewebebanken
  • mehr als 120 Transplantationszentren Hornhäute
  • 35 Transplantationsprogramme für Herzklappen und Blutgefäße
  • 40 Transplantationseinrichtungen für Amnion

Die DGFG hat ihren Sitz in Hannover. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind an zurzeit 27 Standorten in ganz Deutschland als Koordinatoren für Gewebespende tätig. Viele Standorte befinden sich direkt an Universitätskliniken, kommunalen oder konfessionellen Krankenhäusern sowie in Kliniken großer Klinikverbünde wie Helios, Asklepios und Sana. Die Koordinatoren organisieren von dort in Absprache mit den Ärztinnen und Ärzten in den Kliniken und der ärztlichen Regionalleitung der DGFG die Gewebespende in der Region.

Gewebe werden im Gegensatz zu Organen nicht sofort übertragen. Spezialisierte Gewebebanken verarbeiten die gespendeten Gewebe zu Gewebetransplantaten – im Rahmen der sogenannten Prozessierung. Gewebezubereitungen unterliegen dem Arzneimittelgesetz. Für Gewebebanken gelten daher strenge gesetzliche Vorschriften.

Über eine bundeseinheitliche Bestandsdatenbank vermittelt die DGFG die Transplantate deutschlandweit an Patienten. Jeder Transplantationsmediziner kann seine Patienten bei der DGFG für ein Transplantat anmelden.

Die Zusammenarbeit im Netzwerk ist freiwillig und individuell. Wir kooperieren mit unseren Partnern in der Gewebespende, der Gewebeprozessierung in Gewebebanken und bei der Vermittlung von Geweben zur Transplantation.

Als das größte Netzwerk der Gewebemedizin in Deutschland sind wir das Bindeglied zwischen Spendekrankenhäusern, Gewebebanken und Transplantationszentren. Diese in Deutschland einzigartige Netzwerkstruktur macht es möglich, dass fast jede zweite in Deutschland transplantierte Augenhornhaut von der gemeinnützigen DGFG kommt. Von der Kooperation im Netzwerk profitieren alle Beteiligten – einschließlich der Patientinnen und Patienten. Unser gemeinnütziges Netzwerk ist jederzeit offen für weitere Partner aus Gewebespende und -transplantation. Wir freuen uns, wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen.